05 Dec, 2019
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Bei einem Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, wie ich mir die Welt in 150 Jahren vorstelle. - Sehr gute Frage.

Nach einer kleinen Überlegungsphase kam ich auf den Film "Die Matrix". Nicht in dem im Film thematisierten negativen Sinn der Gedankenkontrolle oder Fremdsteuerung. Ich denke da eher etwas neutraler, vielleicht sogar positiv betrachtet mit Bezug auf den Konsum von Filmen und Computerspielen und das ganze in VR.

Ich habe mal eine der VR-Brillen (VR-Virtual Reality) die Oculus DK2 besessen und ich war fasziniert wie leicht man komplett in eine andere Welt abtauchen kann. Heute stört mich der ganze Kabelkram, ich möchte mich frei bewegen können und ich halte EyeTracking für eine wichtige Eigenschaft einer aktuellen Brille. Allerding wäre meine Traumbrille eine ganz normal scheinende Brille, die ihr Glas partiell verdunkeln (Lichtundurchlässig) machen könnte. Und die AR (Augmented Reality) scheint mir der nächst sinnvollere Schritt, da sich damit der umgebende Raum in die Darstellung einbinden liesse.

In meiner Vorstellung ist die Zukunft ohne VR-/AR-Brillen oder Monitoren, selbst wenn es irgendwann auch holografische Displays geben sollte. Dieses sind alles nur Zwischenschritte. Letzten Endes wird der Mensch eine direkte Schnittstelle zum Gehirn nutzen um mit einem Netzwerk in Verbindung zu treten.

Und während der Mensch auf diese Weise auch in Traumwelten sein Glück finden, oder (Dank Respawn ohne Lebensverlust) auch mal actionreiche Schlachten schlagen kann, könnten über die gleiche Anbindung auch ungenutzte Gehirnbereiche für wissenschaftliche Berechnungen genutzt werden. So liesse sich die menschliche Kreativität, zum Beispiel zur Behandlung von Krankheiten, oder die Berechnung noch nicht gelöster physikalischer oder mathematischer Probleme nutzen.

Es liegt mir fern zu sagen es muss so werden, weil ICH das cool finde. Nein, ich denke eher dass dieses eine von vielen Möglichkeit unserer Zukunft sein könnte.

Auf dem Weg dahin muss die Menschheit aber erst einmal lernen zusammenzuarbeiten. Auch müssen wir lernen dass Gemeinschaft nicht bedeutet meine Gemeinschaft gegen andere. Wir müssen lernen dass wir alle gemeinsam auf einem Planeten leben und dass die von uns selbst vor langer Zeit gezogenen Ländergrenzen in unseren Gehirnen unnötige Schranken bilden.

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